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Was ist eine Toxische Ehe?

Wenn das Unwohlsein-Gefühl in einer Ehe überwiegt und mindestens einer der beiden Partner dauerhaft unglücklich ist, besteht die Gefahr, dass es sich um eine sogenannte toxische Ehe handelt. Toxisch bedeutet giftig. Anstelle von Harmonie, Liebe und Geborgenheit überwiegen Eigenschaften wie emotionale Abhängigkeit, häufiger Streit, Manipulation und krankhafte Eifersucht. In der Regel herrscht ein Ungleichheitsgewicht dieser Verhaltensweisen zwischen den Partnern. Einer von beiden dominiert, während der andere Partner sich immer mehr zurückzieht.

Anzeichen einer toxischen Ehe

Streitereien sind in einer Beziehung normal. Allerdings sollten Auseinandersetzungen nicht zur Routine werden. Auch bestimmte Grenzen wie Manipulation oder Kontrolle des Anderen dürfen in einer gesunden Beziehung nicht überschritten werden.

Typische Anzeichen einer toxischen Ehe:

  • Fehlender gegenseitiger Respekt:

    Der Partner wird bewusst oder unterbewusst immer wieder mit fiesen Bemerkungen und Kommentaren beschimpft. Ein respektvolles Miteinander auf Augenhöhe ist nicht möglich.

  • Ständige Diskussionen:

    Diskussionen sind an der Tagesordnung. Alles wird hinterfragt und bildet ein Streitpotential.

  • Einseitige Schuldzuweisungen:

    Der toxische Part gibt dem anderen an allem die Schuld. Dadurch entsteht eine große Unsicherheit auf Seiten des nicht-toxischen Partners bis hin zum Verlust des Selbstwertgefühls. Der toxische Partner sieht sich im Recht.

  • Ein Partner bestimmt über den anderen:

    Ein Treffen mit Freunden, ein spontaner Besuch im Kino - all das ist für einen betroffenen Partner in einer toxischen Beziehung nicht einfach möglich. Der toxische Partner bestimmt über den anderen und muss über alles Bescheid wissen. Ist das nicht der Fall, droht der nächste Streit.

  • Kontrolle und Besessenheit wird mit Liebe verwechselt

    Was anfänglich als überschwängliche Liebe begonnen hat, wechselt in das Gegenteil. Trotz allem erkennen toxische Partner häufig den Unterschied nicht und verwechseln die Kontrolle, Bessesenheit und Abhängigkeit als echte Liebe.

  • Einseitige und monotone Gesrpräche:

    Gespräche verlaufen einseitig, der dominante Partner lässt den anderen nicht zu Wort kommen.

  • Mikrogewalt:

    Von Mikrogewalt ist die Rede, wenn bereits kleine Missgeschicke für massive Wutausbrüche sorgen. Auch sind die Wutausbrüche meist nur flüchtig und werden nicht vor Zeugen ausgeübt. Der Modus kann bei Bedarf in sekundenschnelle auf Freundlichkeit umschalten, was es für den Betroffenen nicht einfacher macht.

Diese Anzeichen sind typisch für eine toxische Beziehung. Sie bilden eine Atmosphäre des Unbehagens. Einer der beiden Partner fühlt sich schlecht und emotional abhängig. Diese Abhängigkeit führt dazu, dass trotz des hohen Leidendrucks oftmals eine Trennung nur schwer bis gar nicht aus eigener Kraft möglich ist.

Toxische Ehen machen krank!

Eine toxische Partnerschaft kostet enorme Kraft. Auf Dauer macht sie krank. Das ständige Hin und Her zwischen Glück und Leid versetzen die Betroffenen in einen Zustand der permanenten Anspannung. In einem Moment ist alles in bester Ordnung, nur kurze Zeit später hagelt es beispielsweise wieder Kritik und das Bild der perfekten Partnerschaft fällt in sich zusammen.

Erste Anzeichen auf körperliche Probleme sind meist ein dauerhaftes Unwohlsein, auch Magenschmerzen und Appetitlosigkeit sind typische Warnsignale. Auf Dauer können Schlafstörungen, Herzprobleme bis hin zur Depression als Folge einer toxischen Ehe entstehen. In einer Langzeit-Studie aus dem Jahr 2018 (Whitehall II) wurden mehr als 10.000 Teilnehmer beobachtet. Dabei stellte Michael Marmot, Professor für Öffentliche Gesundheit, fest, dass durch eine negative Beziehung sogar eine erhöhte Sterblichkeit unter den betroffenen Teilnehmern festzustellen war.

Weitere Folgen einer anhaltenden negativen Beziehung sind ein erhöhter Blutdruck und ein geschwächtes Immunsystem. Dem Körper fehlt die Energie, Bakterien und Viren erfolgreich abzuwehren.

Daher ist es enorm wichtig, dass Sie sich Hilfe suchen, sobald Sie erkennen, in einer toxischen Ehe zu stecken. Bereits der Austausch mit guten Freunden oder der Familie kann hilfreich sein, aber auch die Unterstützung durch einen Psychotherapeuten ist ein möglicher Weg.

Typische körperliche Symptome:

  • Konzentrationsprobleme
  • Kopfschmerzen
  • Schlafprobleme
  • Bauchschmerzen
  • Angststörungen
  • Erschöpfung
  • Verdauungsprobleme

Weitere Veränderungen durch eine toxische Beziehung

Nicht nur körperlich nehmen toxische Beziehungen einen Einfluss auf den betroffenen Partner. Häufig ist auch eine komplette Veränderung des Wesens ersichtlich. Viele Menschen waren zu Beginn der Partnerschaft fröhlich, ausgeglichene und offene Personen, die nach und nach immer verschlossener und in sich gekehrter wirkten. Der Kontakt zu Freunden wird weniger bis ganz abgebrochen.

Betroffene berichten, dass sie rückblickend kaum Fotos mit dem toxischen Partner finden, auf denen sie glücklich wirken oder lächeln.

Woher stammt die psychische Gewalt?

Die Person, die das Leben der anderen negativ einschränkt, manipuliert und kontrolliert sieht sich meistens vollkommen im Recht. Die eigenen Gefühle und Interessen werden als wichtiger als die des Partners betrachtet. Zusätzlich hinterlässt das Gefühl der Macht ein gutes Gefühl.

Ganz gleich, welche der vielen Varianten psychischer Gewalt zum Einsatz kommt - das Ziel besteht oft darin, die Gleichberechtigung in der Beziehung ausser Kraft zu setzen, damit sich der missbrauchte Partner weniger respektiert fühlt und sein Selbstwert sinkt.

Partner, die psychische Gewalt in einer Beziehung einsetzen, haben diese eventuell selbst erfahren müssen. In einigen Fällen wurde das Verhalten auch von Verwandten oder durch eine allgemeine Ungerechtigkeit in der Gesellschaft abgeschaut und übernommen. Ganz gleich, woher das Muster übernommen wurde, ist es möglich, diesen Kreislauf zu durchbrechen.

Kinder in einer toxischen Ehe

Sobald Kinder in einer toxischen Beziehung mit involviert sind, wird es besonders schwierig. Denn auch wenn die Kinder noch sehr klein sind oder der Streit hinter verschlossenen Zimmertüren stattfindet, spüren sie die negativen Verhaltensweisen der Eltern. In den kindlichen Herzen wird jeder Schrei, die Tränen, Geräusche und vieles mehr abgespeichert, was sie in der toxischen Beziehung der Eltern erleben.

Nicht selten sind diese Kinder, die zunächst Zeuge der toxischen Situation werden, die nächsten Opfer oder gar toxischen Partner. Denn Menschen neigen dazu, Denkmuster und Verhaltensweisen, die bekannt sind, zu wiederholen.

Umso wichtiger ist es, Kindern in toxischen Beziehungen einen besonderen Halt zu geben. Sie brauchen das Gefühl, von den Eltern geliebt zu werden und deren Unterstützung. Auch eine therapeutische Hilfe ist sinnvoll, um betroffene Kinder bestmöglich zu unterstützen.

Eine Trennung erfordert Mut

Bereits der erste Schritt, nämlich zu erkennen, dass man sich in einer toxischen Beziehung oder Ehe befindet, ist für viele Betroffene sehr schwierig. Aus Angst und Sorge, ohne den Partner komplett alleine zu sein, werden Diskussionen, Beleidigungen und vieles mehr in Kauf genommen. Das eigene Wohlbefinden tritt in den Hintergrund.

Es ist sehr hilfreich, ein Tagebuch zu führen, in welchem schonungslos die Gefühle notiert werden. Auch eine Kalenderübersicht, auf welcher alle schlechten Tage in einer bestimmten Farbe markiert werden, kann nützlich sein, um zu erkennen, dass diese Tage in der Überzahl vorhanden sind.

Indem feststeht, dass der einzige Ausweg die Trennung ist, sollten Betroffene Hilfe annehmen. Auch hier ist eine Therapie mit einem Psychotherapeuten sinnvoll, um wieder mehr Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl aufzubauen.

Lässt sich eine toxische Ehe retten?

Generell muss entschieden werden, ob es sich bei einem der beiden Partner um einen toxischen Menschen handelt oder ob sich mit der Zeit toxische Eigenschaften in die Ehe eingeschlichen haben. Ist ersteres der Fall, ist es nur sehr schwer bis gar nicht möglich, die Partnerschaft zu retten. T

oxische Menschen ändern sich in der Regel nicht. Bei einer toxischen Beziehung spüren dagegen meist beide Partner, dass etwas nicht in Ordnung ist, können oft aber nicht genau begreifen, woran dieser Zustand liegt.

Unterbrechen Sie die toxische Beziehung

Paare, die spüren, dass etwas nicht stimmt, aber nicht wissen, woran es liegt, sind bei einer Ehe- oder Paartherapie gut aufgehoben. Dort bekommen sie die notwendigen Impulse, Veränerungen und Dinge anzustoßen, welche sie selbst nicht wahrnehmen. Die Grundvoraussetzung für diese positive Veränderung bestehen darin, dass beide Seiten offen dafür sind, etwas zu verändern, über die Probleme zu sprechen und die Beziehung retten wollen.

Außerdem ist es hilfreich, mit der Familie oder im Freundeskreis über das Thema zu sprechen. So können betroffene Paare eine unabhängige Einschätzung von außen erhalten. Vor allem, wenn Freunde und Famile häufiger ansprechen, dass sie das Gefühl haben, in der Beziehung gäbe es Probleme, sollte das ein Indikator für eine Veränderung darstellen.

Gemeinsame Interessen

Toxisches Verhalten und Muster entstehen oft, wenn beide Partner in der Ehe nebeneinander herleben und keine gemeinsamen Interessen verfolgen. Auch gemeinsame Erlebnisse und positive Momente werden weniger oder sind überhaupt nicht mehr vorhanden. Wenn Sie Ihre toxische Ehe retten möchten, sollten Sie gezielt nach gemeinsamen Interessen schauen. Das kann ein gemeinsamer Spaziergang am Wochenende, das abendliche gemeinsame Essen oder eine Verabredung ins Kino sein. Achten Sie darauf, dass beide Partner verpflichtend zustimmen und nicht kurzfristig absagen.

Zuhören lernen

Gerade in toxischen Beziehungen kommt es häufig vor, dass einer der Partner in Gesprächen nicht wirklich zuhört. Dabei ist eine gesunde Kommunikation einer der Grundpfeiler in der Beziehung. Damit die Unterhaltung auf Augenhöhe und gleichberechtigt abläuft, sollten Sie einige wichtige Aspekte berücksichtigen. Dazu gehört ein aktives Zuhören, ohne den anderen zu unterbrechen. Am Ende kann der zuhörende Partner die wichtigsten Punkte zusammenfassen, um zu signalisieren, dass er aufmerksam zugehört hat. Auch nachfragen bei Punkten, die nicht verstanden wurden, ist erlaubt und sogar erwünscht.

Fotos: https://pixabay.com/de/ & Henrike Ortwein

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